21. Lange Buchnacht
in der Oranienstraße

Samstag,
18. Mai 2019

18 Uhr
132 St. Jacobi-Kirche

Carolin Würfel liest "Ingrid Wiener und die Kunst der Befreiung"

Wien in den 1960er, Berlin in den 70er Jahren: Selbst der revolutionärste Avantgardist hält an traditionellen Geschlechterrollen fest. Mittendrin findet die junge Ingrid Wiener ihren Weg als Künstlerin. Ein Buch über Unangepasstheit, Lebenshunger und darüber, was Emanzipation eigentlich bedeutet.

„Nehmen Sie Ihr Kind von der Schule, mit ihrem Aussehen hält sie die Mitschüler vom Lernen ab!“ Es ist das Wien der Nachkriegszeit, Ingrid Wieners Eltern folgen dem Rat des Lehrers. Doch aus einem Akt des Gehorsams wird eine Geschichte der Rebellion: Ingrid schließt sich einer Gruppe junger Künstler an. Nach skandalösen Protest-Aktionen flieht sie mit den Männern nach Berlin, wo sie das legendäre Restaurant "Exil" am Paul Lincke Ufer 44a gründen. Ihre Küche zieht bald Stars wie David Bowie, Max Frisch und Peter O’Toole an. Wer ist diese Frau, der die Männer Platz machten in ihrer Mitte und die zugleich entschlossen ihren eigenen Weg ging?

Carolin Würfel lässt die außergewöhnliche Atmosphäre jener Zeit wiedererstehen und zeichnet das Porträt einer inspirierenden Frauenfigur. Carolin Würfel, geboren 1986, studierte Geschichte und Publizistik in Berlin und Istanbul. Nach ihrem Master-Abschluss arbeitete sie als freie Journalistin, insbesondere für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Seit 2016 schreibt sie für Die Zeit und Zeit Online.

Ort und Veranstalter:

St. Jacobi-Kirche

Oranienstraße 132, Berlin

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